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Wolfsheim in Schwerin

Die Danny schreibt gerne Gedichte und daher wird sie sich hier ganz poetisch auslassen
 
Sommer
 
flirrende Hitze
die Luft steht förmlich
endlose Getreidefelder
bereit für die Ernte
Wasserspiele im Freibad
wie Kinder die Sonne geniessen
 
laue Abende im Biergarten
oder ein Glas Wein
der Geruch nach Heu
Kindheitserinnerungen
an einen Urlaub auf dem Bauernhof
 
warme Nächte
die sinnliche Gedanken hervorrufen
oder Sehnsüchte wecken
viel zu warm zum schlafen
 
Sternschnuppen in der Nacht
die Phantasie anregend
zum Träumen auffordernd
von einer sanften Brise am Meer
durch die Dünen wandern
an den Strand
Möwen kreischen
in Gedanken an den Sommer
 
ein bißchen mehr zur Jahreszeit passend
 
Herbst
 
Regentropfen
erst wenige, dann immer stärker werdend
ein kühler Windstoß um die Ecke
Blätter werden aufgewirbelt
die am Boden lagen
gerade noch in der Höhe gehangen
jetzt hier unten
in bunten Farben
das triste Grau des Tages durchbrechend
ein Wechsel zwischen Sturm und Regen
dann wieder plötzlich Sonnenschein
ein Lichtblick, wenn die Tage kürzer werden
Zeit für eine heiße Tasse Tee und warme Gedanken
gedämpftes Licht in der warmen Wohnung
Zeit für Seelentröster, egal welcher Art
nach einem heißen Sommer
scheinbar plötzlich stellt sich die Kälte ein
wieder gewöhnen an den Herbst
der dann leuchtet in all seinen Farben
 
und hier eins, dass ich geschrieben habe, als ich nicht soo gut drauf war
 
in der Ferne
 
in der Ferne
so weit entfernt
fort von der Welt
da möchte ich sein
die Welt aus der Ferne betrachten
von weitem verschwindet all das Schlechte
all das Grausame
nur der Schein bleibt
wie die Sonne, strahlend
friedlich
ein Bild entsteht da oben
eine Illusion
reflektiert von den Sternen
schön wie die Sterne
unverletzbar
so möchte ich mich fühlen
doch ich bin hier unten
machtlos und verwundbar
träume von da oben
von einer besseren Welt
 
über Sterne haben ich schon das eine oder andere Gedicht geschrieben
 
Unendlichkeit
 
ich blicke in den Raum
manchmal reicht auch ein Blick über die Stadt
aus einem Flugzeug heraus
die Unendlichkeit scheint so nah
so greifbar, und so voller Schönheit
ein Blick in die Nacht
in die Dunkelheit, voller Sterne
stelle mir vor, ich könnte dort sein
weit weg von der Realität
doch kann ich träumen
von schönen Dingen und fantastischen Welten
eine unendliche Phantasie
erschaffen, um sich gut zu fühlen
 
die Nacht
 
es herrscht Stille
nur ab und zu rauscht ein Auto vorbei
die letzten Nachtschwärmer
komme aus beleuchteten Kneipen
um doch noch ins Bett zu kriechen
keine Geräusche
nur die schwarze Stille der Nacht
ich gehe spazieren
sauge die Ruhe in mich auf
morgen wird die Stadt wieder hektisch sein
kein Ort der Erholung
daher geniesse ich es
durch die Stille zu gehen
meine Gedanken streifen zu lassen
den Kopf frei zu machen
von den Sorgen des Alltags
um irgendwann wieder in den Tag starten zu können
 
Todesstille
 
eine Stille senkt sich über die Stadt
kein Laut ist zu hören
kein Grashalm bewegt sich
kein Vogelgezwitscher
als ob die Zeit stehengeblieben wäre
eine Kälte zieht sich durch die Straßen
nur die Straßenlampen
kaltes Neonlicht
wie unter einer Schicht von Eis
ich spür eine Kälte in mir hochsteigen
ausgelöst durch die Stille
als ob kein Leben existieren würde
so erschreckend
und auch so faszinierend
als sei eine Welt ohne Gefühle erstrebenswert
ich schotte mich ab
verberge meine Gefühle
fühle mich sicher hinter dieser Fassade
aber macht es mich glücklich?
in dieser Stille .......wie der Tod.....
 
Meer
 
Deine Augen sind geschlossen
Du spürst den Wind
spürst das Salz auf Deiner Haut
die sanfte Brise des Meeres
hörst Geräusche von der Brandung
von ein paar fliegenden Möwen
die im Wind kreischen
Du fühlst Dich frei
Du fühlst Dich gut
dann öffnest Du die Augen
merkst, dass alles nur ein Traum war
Du stehst mitten in der Großstadt
an einer stark befahrenen Kreuzung
der Geruch der Stadt schlägt Dir entgegen
stickig und dreckig
Du fühlst Dich gefangen in Deiner eigenen kleinen Welt
da schließt Du wieder die Augen
und träumst weiter vom Meer
 
Kälte
 
ich spüre eine Kälte in mir
eine Kälte, die unaufhaltsam in mir hochkriecht
ich kann nicht erkennen, warum sie da ist
warum sie mich ergriffen hat
dieser Gedanke läßt mich noch mehr erzittern
hilflos einer Furcht ausgeliefert
die ich nicht greifen kann
die mein Innerstes auffrisst
ich versuche, gegen sie anzukämpfen
mir warme Gedanken zu machen
aber ganz verschwindet sie nicht
ich halte mich an dem Gedanken fest
dass irgendwann die Wärme wiederkommt
ich mich ablenken kann und die Kälte vergessen
doch die Ungewißheit bleibt
wie konnte ich es zulassen, dass mir meine Wärme geraubt wurde?
ist es die Kälte der Gesellschaft, der es schwerfällt, Freude zu finden?
ich sehe sie tagtäglich
Menschen, die mit grauen Gesichtern durch die Straßen laufen
gestresst, den Kopf voller Sorgen und Frustration
haben sie vergessen, wie man träumt?
abgelenkt von allem Schönen im Leben
ständig in Gedanken, im Grübeln
ich versuche, mich an die Träunme zu erinnern
und hege die Hoffnung, dass doch noch die Kälte verschwindet
die die Mwenschen ergriffen hat
 
Seelentröster
 
eine heiße Tasse Kakao mit Schlagsahne
eine Lieblings CD
ein kleines Fleckchen Gras mit lauter Narzissen
eine lustige Geschichte
die Erinnerung an ein schönes Erlebnis
oder die Vorfreude auf ein nahendes Ereignis
eine Berührung
ein Sonnenstrahl nach einem langen Winter
manchmal auch eine neue Hose
oder eine alte, die nach langer Zeit wieder passt
ein Essen mit Freunden
ein Lächeln
ein heißes Bad
oder einfach ein nettes Wort von einem Freund
 
Regentropfen
 
erst wenige, dann immer stärker werdend
ein kalter Windstoss um die Ecke
Blätter werden aufgewirbelt
die am Boden lagen
gerade noch in der Höhe gehangen
jetzt hier unten
in bunten Farben
das triste Grau des Tages durchbrechend
ein Wechsel aus Sturm und Regen
dann wieder plötzlich Sonnenschein
ein Lichtblick, wenn die Tage kürzer werden
Zeit für eine heiße Tasse Tee und warme Gedanken
gedämpftes Licht in der beheizten Wohnung
Zeit für Seelentröster aller Art
noch einem heißen Sommer
scheinbar plötzlich stell sich die Kälte ein
wieder gewöhnen an den Herbst
der dann leuchtet in seinen Farben
 
ein Wasserfall
 
Kaskaden von Wasser
hinab in die Tiefe
die Gischt sprüht
als würde die Erde erzittern
doch nur das Grad empfängt den Regen
sattes Grün
neben dem Rauschen
unruhig
 
ein Wasserfall
aus meinen Gefühlen
Gedanken stürzen herab
prasseln auf mich ein
setzen sich in mir fest
verwirrend
ruhelos
selbst im Innern
wie von Außen
 
ein Wasserfall
gleichmäßig fällt das Wasser
wilde ungebändige Natur
endloses Rauschen
ich blicke in den Wasserfall
schließe die Augen
nehme nur noch das Rauschen wahr
das Rauschen des Wassers
daneben das Rauschen meines Blutes
das langsam ruhiger wird
Harmonie mit der Natur
manchmal nur ein Klischee
oft auch ein Traum von Ruhe
 
Gewitter über der Stadt
die Luft riecht nach Regen
schwüle Gedanken
unter dunkler werdenden Wolken
die Hitze des Tages wird feucht
weg von den Abgasen der Straßen
die Luft wird dicker
kein Wind bewegt sich mehr
ein stummes Warten
auf eine Erlösung
durch ein paar Regentropfen
die Luft kühlt ab
der Staub verschwindet
frei atmen
nach dem Sommerregen
 
der Mond
 
er steht über der Stadt wie ein Wächter
manchmal wie eine Sichel
jetzt wieder vollkommen rund
das wird von ihm reflektiert
als ob er es schützend über uns wirft
dabei wirkt er fast unwirklich
und doch wieder zum Greifen nah
er beeinflußt unser Leben, ob wir es wollen oder nicht
wir schauen zu ihm auf, wenn wir ihn sehen
erfreuen uns, wenn wir ihn erblicken
zusammen mit den Sternen
träumen uns in andere Welten, fern von unserer
im hellen Licht erfüllen wir unsere Wünsche
dann verschwindet er wieder
läßt uns allein in der Dunkelheit
doch vergessen werden wir ihn nicht